Gewinnen Sie einen Einblick in unsere neuen Aus- und Fortbildungen

Menschen erleben Vorfälle mit Aggression und Gewalt sehr individuell. Unabhängig von der scheinbaren „Schwere“ des Vorfalls oder körperlichen Verletzungen kann das Erlebte einen Schockzustand, ein akutes Psychotrauma auslösen. Akute Belastungsreaktionen treten auf. Eine zunächst einmal normale Reaktion des Körpers auf eine emotionale Ausnahmesituation, die aber für die Betroffenen eine besondere Gefährdung darstellt.
Ein Gewalterlebnis ist in der Regel für die Betroffenen mit einem starken Stressempfinden verbunden. Stress-Studien belegen, dass mit diesen Belastungsreaktionen beträchtliche Einschränkungen der Konzentrations- und Wahrnehmungsfähigkeit sowie sämtlicher kognitiver Fähigkeiten einhergehen.

Dies kann zur Folge haben, das andere Menschen wie z.B. Kollegen oder Klienten gefährdet werden, wenn der Betroffene in diesem Zustand z.B. weiter arbeitet und ihm Fehler unterlaufen.

Studien zufolge erkranken 10 bis 25 % der Betroffenen an einer posttraumatischen Belastungsstörung, die den Betroffenen in seiner alltäglichen Lebensführung mehr und mehr beeinträchtigt: Wiederkehrende, belastende, sich aufdrängende Erinnerungen an das Trauma in Form von Träumen und Albträumen können z.B. auftreten. Viele Betroffene leben danach in einem Gefühl anhaltender Bedrohung. Ihre Umwelt empfinden sie als unsicher und gefährlich, ihr Nervensystem ist in ständiger Alarmbereitschaft.

Schlafstörungen, Ängste, Reizbarkeit, Schreckhaftigkeit können die Folge sein.

Gelingt die Verarbeitung nicht, resultieren daraus dauerhafte Störungen mit massiven psychischen und (psycho)somatischen Folgen, ein posttraumatisches Belastungssyndrom. Für die Berufsausübung bedeutet das langandauernde Ausfall- und Krankenzeiten.

Kollegiale Erstbetreuer wissen, wie sie die betroffene Person in der akuten Situation unterstützen können: Sie leiten schnell entsprechende Hilfestellungen ein, damit langfristigen Belastungen oder gar einem traumatischen Verlauf entgegengewirkt werden kann.

Die Ausbildung und Bereitstellung von kollegialen Erstbetreuern stellt somit die beste Prävention dar, die eine Institution zur Vermeidung posttraumatischer Belastungssyndrome o.ä. leisten kann. Erlebt ein Mitarbeiter keine oder mangelhafte Unterstützung in dieser Notsituation, so kann dies einen enorm negativen Einfluss auf seine zukünftige Gesundheit, seine Loyalität und seine Arbeitsmotivation haben. Seine sozialen Beziehungen im Arbeitsumfeld verändern sich; es entstehen mehr Arbeitsausfalltage; es geschehen innere Kündigungsprozesse.

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, innerbetriebliche Kollegiale Erstbetreuer auszubilden und bereitzuhalten sowie durch eine optimale Nachsorgekonzeption entsprechende Hilfe zu gewährleisten. Diese Maßnahme ist sowohl zum Wohle des Mitarbeiters als auch zum Nutzen des Arbeitgebers und trägt nicht zuletzt auch wesentlich zur Verbesserung des Arbeitsschutzes in einem Unternehmen bei.

Unternehmen brauchen engagierte Mitarbeiter, um den immer komplexer werdenden Anforderungen gerecht zu werden: Aber genau diese Anforderungen erschweren den Mitarbeitern die täglichen Abstimmungen, da die Zeit der täglichen Begegnungen geschmälert wird.
Je weniger die Kollegen jedoch im regelmäßigen persönlichen Austausch stehen, umso mehr steigt das Risiko für Missverständnisse: Konflikte entstehen – und zwar sowohl auf der fachlichen als auch auf der zwischenmenschlichen Ebene. Wenn man im Austausch bleibt, können Konflikte sehr konstruktiv sein: Arbeitsprozesse werden optimiert, alte Denkmuster durchbrochen und neue Lösungswege gefunden.
Gefährlich wird es für Teams erst, wenn Unstimmigkeiten nicht angesprochen werden und die Mitglieder eines Unternehmens einen Großteil ihrer Energie in diese schwelenden Konflikte stecken. Situationen schaukeln sich hoch, Mauern werden gezogen, Fronten gebildet und die Situation entwickelt sich zu einem Dauerärger, dem fast alle Aufmerksamkeit gilt. In der Folge verlieren Mitarbeiter ihr Arbeitsziel aus den Augen, sind demotiviert und kündigen zumindest innerlich.
Vorgegebene Lösungen oder gar ein Machtwort vom Chef nutzen meist nur wenig, da sie in der Regel nicht zum eigentlichen Kern des Konfliktes durchdringen. Vielmehr werden sie als Bevormundung empfunden und beheizen den Konflikt nur noch mehr.
Wenn sich die Fronten verhärtet haben, ist hier eine Konfliktmoderation in Teamprozessen hilfreich. Gerne ebnen wir den Weg zu einem konstruktiven Miteinander:

1. Schritt: Vom Unsichtbaren zum Sichtbaren – Konflikte erkennen
2. Schritt: Konfliktthemen priorisieren
3. Schritt: Perspektivaustausch ermöglichen
4. Schritt: Lösungsprozesse erarbeiten
5. Schritt: Vereinbarungen treffen und im Alltag implementieren

Der Vorteil liegt auf der Hand: Konflikte werden sichtbar und dadurch ansprechbar gemacht. Die moderierte Kommunikation erweckt Verständnis für die Erlebniswelt der Beteiligten und ermöglicht eine gemeinsame Erarbeitung von Lösungswegen. Das Vertrauen ineinander wird wiederhergestellt, die Motivation gesteigert und ein Arbeitsklima geschaffen, in dem es wieder Freude bereitet sich zu engagieren.

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Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist die Auseinandersetzung der jüngeren Generation mit den Problemen älterer und/oder pflegebedürftiger Menschen dringend notwendig. Vor allem die Berufsfelder der Heilerziehungs- und Altenpflege erfahren in den letzten Jahren einen stetigen Wandel. Gerade in der Pflege galt es rückblickend viele Jahre zu gewährleisten, dass die Pfleglinge „still, satt und sauber“ waren. Viel ist seitdem passiert und nicht nur die gesetzlich abgesicherten Ansprüche der Pflegebedürftigen gehen heute viel weiter. Doch allen Ansprüchen gerecht zu werden ist damit auch schwieriger geworden.

Instant Aging (Altern im Zeitraffer) ist eine Methode, typische geriatrische körperliche Einschränkungen am eigenen Körper nachzuempfinden. Die daraus gewonnenen Erfahrungen schulen das Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel – Grundstein für ein besseres Verständnis für hilfsbedürftige Menschen und deren individuelle Bedürfnisse. Dadurch können eigenes Verhalten und Betreuungskonzepte überdacht und angepasst werden.

 

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In Deutschland leben zurzeit rund 1,7 Millionen Menschen mit Demenz. Jahr für Jahr treten mehr als 300.000 Neuerkrankungen auf. Aufgrund der demografischen Veränderungen kommt es zu weitaus mehr Neuerkrankungen als zu Sterbefällen unter den bereits Erkrankten. Somit nimmt die Zahl der Demenzkranken kontinuierlich zu. Schätzungen zu Folge wird sich die Krankenzahl bis zum Jahr 2050 auf rund 3 Millionen erhöhen!

Die Betreuung und Pflege dementiell veränderter Menschen stellt für viele Beteiligte eine große Herausforderung dar. Erfordert sie doch einen erheblichen Mehraufwand, ausgeprägte empathische Fähigkeiten, eine ausgeprägte Kommunikationsbereitschaft und die Bereitschaft sich auf den jeweiligen Menschen und seine Bedürfnisse einzulassen. Diese zu erkennen und letztendlich zu befriedigen.

Natürlich gibt es mittlerweile viele Bücher und Filme oder auch Vorträge zu diesem Thema. Aber – wie kann man sich diese Erkrankung vorstellen? Wie fühlt ein betroffener Mensch? Wie denkt er? Wie verändert er sich? Wie kann man Demenz sichtbar werden lassen?
In das innere Erleben von Menschen mit Demenz einzutauchen steht im Mittelpunkt dieser Instant Aging Demenz – Fortbildung. Instant Aging DEMENZ kann somit als eine effektive Methode des Lernens bezeichnet werden, welche durch Perspektivübernahme zu mehr Empathie und einer positiveren Haltung gegenüber Menschen mit Demenz führt.

Physische und psychische Gewalt ist in der häuslichen Pflege leider kein Einzelfall. Laut einer Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP, 2018) gaben 40 Prozent der Befragten an, dass sie sich schon einmal absichtlich gewaltsam gegenüber einem Pflegebedürftigen verhalten haben:

Häufig kommt es z.B. zu respektlosem Verhalten, bei dem Pflegebedürftige beschimpft, angeschrien oder beleidigt werden. Weiterhin zählt zu den Formen, Hilfe vorzuenthalten, also jemandem z.B. bewusst nicht beim Aufstehen zu helfen oder auch absichtlich mit zu heißem oder kaltem Wasser zu waschen. Manchmal werden Pflegebedürftige gegen den Willen in ihrer Freiheit eingeschränkt und zum Beispiel eingesperrt oder sie bekommen Medikamente, damit sie ruhig sind.

Überwiegend werden Pflegebedürftige durch nahe Angehörige versorgt und in den meisten Fällen ohne die Unterstützung durch einen Pflegedienst. Ohne darauf vorbereitet oder dafür ausgebildet zu sein, übernehmen v.a. Ehefrauen, Töchter und Schwiegertöchter die Pflege der Betroffenen, zunehmend aber auch Ehemänner und Söhne. Für wie lange, ist meist nicht absehbar. Durchschnittlich beträgt die Zeitspanne etwa zehn Jahre.

Angehörige zu Hause zu pflegen, ist anstrengend und kann zu Übergriffen führen:
Die große körperliche und seelische Nähe zwischen Pflegenden und Gepflegten kann zu Aggressionen führen, weil z.B. nicht verarbeitete Beziehungskonflikte aufbrechen und Angehörige durch die Pflege überfordert werden. Sie fühlen sich häufig alleingelassen damit, den Spagat zwischen den Bedürfnissen der eigenen Familie und den Anforderungen der Pflege zu meistern.
Neben Hausärzten sind ambulante Pflegedienste oft die einzigen, die Zugang zu häuslichen Pflegesituationen haben und die somit mit gewalttätigem Handeln von pflegenden Angehörigen konfrontiert werden.

In ihrer Ausbildung werden Pflegekräfte nur unzureichend auf die unterschiedlichen Formen und Folgen von Gewalt vorbereitet. In der Akutsituation fehlen Kenntnisse zur Dynamik und Rechtslage bei Häuslicher Gewalt und Informationen zu spezialisierten Hilfen.

In dieser Fortbildung erlangen Sie geeignetes „Handwerkszeug“, um gewaltbetroffene Klienten gezielt zu unterstützen und auch eigene Belastungen in der Konfrontation mit Häuslicher Gewalt zu reduzieren.

Gewalt frühzeitig zu erkennen, gezielt anzusprechen und ihr wirkungsvoll zu begegnen ist Schwerpunkt der Fortbildung. Damit können gesundheitliche Langzeitfolgen für Klienten und Pflegende vermindert werden.

„EduKation demenz®” ist ein Schulungsprogramm, das speziell für Angehörige von Menschen mit Demenz entwickelt wurde.

Ziele der Schulung sind es, den Angehörigen darin zu unterstützen, die Krankheit „Demenz” zu verstehen – mit all ihren besonderen Auswirkungen auf das Leben des Kranken und das des Angehörigen, ein neues Verständnis für den Kranken zu entwickeln, eigene Gefühle von Trauer und Verlust zu erkennen und zu akzeptieren und die eigene neue Rolle als betreuender Angehöriger zu verstehen und annehmen zu lernen.
Die Schulung ist als Gruppenprogramm konzipiert und umfasst 10 ausgearbeitete aufeinander aufbauende Sitzungen (á 120 Minuten), die wöchentlich oder zweiwöchentlich angeboten werden sollten.

In jeder Sitzung wird zunächst das Thema im Gruppengespräch erarbeitet, anschließend durch Wissensvermittlung durch die Leitung vertieft und in einer Abschlussrunde noch einmal hinsichtlich der Alltagsrelevanz für die einzelnen Angehörigen reflektiert.

In wissenschaftlichen Evaluationsstudien zeigte sich, dass es bei den Teilnehmer*innen zu einer längerfristigen, signifikanten Abnahme der depressiven Symptomatik und des psychischen Belastungserlebens kommt, außerdem verbessert sich die Qualität ihrer Beziehung zu dem Demenzerkrankten signifikant.

EduKation Demenz Pflege Inhouse-Seminar für ein besseres Miteinander von MitarbeiterInnen und Angehörigen bei der einfühlsamen und personenzentrierten Pflege und Versorgung von BewohnerInnen/PatientInnen mit Demenz in stationären Einrichtungen, Krankenhäusern und ambulant betreuten Wohngemeinschaften

Übergreifende Ziele der Inhouse-Seminare „EduKation demenz® Pflege”:

Die TeilnehmerInnen sollen darin unterstützt werden, gerontopsychiatrische Veränderungen von BewohnerInnen/Patient/Innen zu verstehen und einen einfühlsamen, bedürfnisorientierten Umgang mit herausforderndem Verhalten zu erlernen, als MitarbeiterInnen die Zusammenarbeit mit den Angehörigen und die Angehörigenintegration in die Einrichtung zu fördern, als Angehörige ihre eigene neue Rolle in der Einrichtung zu reflektieren und Möglichkeiten ihrer eigenen konstruktiven Integration zu erkennen, gemeinsam tragfähige Strukturen von gelingender Kooperation und respektvoller Zusammenarbeit zu erarbeiten, kommunikationsbehindernde Strukturen in der Einrichtung gemeinsam zu identifizieren und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Die zentrale Rolle der Einrichtungsleitung:

In einem Planungsgespräch mit der Einrichtungsleitung im Vorfeld werden zunächst die Fragen geklärt: Welcher inhaltliche Schwerpunkt soll in der Fortbildung gesetzt werden? Welche Ziele werden verfolgt? Welcher Nutzen wird erwartet? Welche MitarbeiterInnen nehmen teil? Wie kann der zeitliche Rahmen so gestaltet werden, dass sich die Fortbildung gut in den Arbeitsablauf der Einrichtung integrieren lässt? In einem abschließenden Evaluationsgespräch erhält die Einrichtungsleitung Rückmeldung über eventuelle strukturelle Probleme, die durch den gemeinsamen Austausch in der Fortbildung zutage traten.

Das Inhouse-Programm „EduKation demenz® Pflege” kann in der Einrichtung entweder als reine MitarbeiterInnen-Fortbildung durchgeführt werden, oder als dyadisches Programm, an dem sowohl MitarbeiterInnen als auch Angehörige der BewohnerInnen/PatientInnen teilnehmen. Der Vorteil dieses internen Fortbildungsprogramms liegt darin, dass Inhalte, Fragenstellungen, Methoden und Rahmenbedingungen an die Bedarfe der jeweiligen Einrichtung maßgeschneidert angepasst werden können. Dadurch können Organisationentwicklungsprozesse unterstützt und ein Zugehörigkeitsgefühl zur Einrichtung gestärkt werden.

Überlastet, gestresst und am Ende der Kräfte – viele Arbeitnehmer beschreiben so ihren Arbeitsalltag. Das Gefühl, der Tag hat zu wenig Stunden macht den Allermeisten zu schaffen. Ein Berg an Aufgaben und Aufträgen stapelt sich, ein außerplanmäßiges Beratungsgespräch steht an und die Zeit rennt nur so dahin. Doch die Arbeit ist längst noch nicht erledigt.

Glaubt man vielen Ratgebern, liegt der Schlüssel zur Bewältigung beim Zauberwort „Selbstmanagement“.

Und es lässt sich tatsächlich nicht bestreiten, dass die Lösung vieler Herausforderungen in uns selbst steckt.

Was wir brauchen, ist ein guter Plan.

Es gibt eine Fülle von Methoden, wie man diesen Plan erstellen kann.

Gerne vermitteln wir Ihnen in einem Grundlagenseminar die derzeit geltenden Erkenntnisse zu Zielentwicklung, Strategien zur Umsetzung, Motivation, Priorisierung, Zeitmanagement, Fortschritts- und Ergebniskontrolle, Erfolgsanalyse zur Effizienzsteigerung.

Doch:

Ein guter Plan ist nur so gut wie er den Bedürfnissen seines Anwenders entspricht. Deshalb ist es optimal, wenn die Struktur nicht nur der Theorie eines Fachbuchs entnommen wird, sondern vielmehr auf den Anwender abgestimmt wird.

Werden Sie der Manger Ihres „Selbst“ und erstellen Sie ihr eigenes Erfolgsjournal basierend auf den Erkenntnissen, um welches Selbst es sich dabei handelt.

Wir coachen Sie gerne und unterstützen Sie bei Ihrer Potenzialentfaltung.

Das Tabu-Thema Nummer 1 ist und bleibt die sexuelle Gewalt. Sexualisierte Gewalt an Schutzbefohlenen ist immer noch Realität in Einrichtungen und Diensten mit Betreuungs- oder Pflegeauftrag. Es liegt es in der Verantwortung der Institution, dieses zu reflektieren, zu thematisieren und im Sinne der anvertrauten Schutzbefohlenen damit umzugehen.

Klienten haben Anspruch auf Sicherheit, Schutz und Hilfe. Keine Einrichtung ist aber gefeit vor Grenzverletzungen, Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt. Es gibt keinen 100-prozentigen Schutz! Dennoch wäre in vielen Fällen Handeln möglich gewesen – Handeln, bevor „etwas passiert“. Wir haben gelernt: Der beste Schutz gegen sexualisierte Gewalt sind Sexualaufklärung und Prävention. Sexualisierter Gewalt lässt sich begegnen, wenn entsprechende Instrumente und Maßnahmen auf institutioneller Ebene fest verankert sind.

Unsere Fortbildungen zur Prävention sexualisierter Gewalt richten sich v.a. an Leitungs- und Fachkräfte in Kinderheimen, Jugendwohngruppen, Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe. Ziel ist es die Prävention von sexualisierer Gewalt wirkungsvoll und nachhaltig zu entwickeln und zu verankern, um Schutzbefohlene bestmöglich zu schützen.

Um den konkreten Fortbildungsbedarf im Einzelfall zu ermitteln, sind im Vorfeld Klärungsgespräche mit den interessierten Einrichtungen vorgesehen.

Laut einer Statistik des Bundeskriminalamtes aus dem Jahr 2018 ist jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen. Dazu zählen verschiedene Arten: körperliche Gewalt, sexualisierte Gewalt und sexuelle Belästigung, psychische Gewalt und strukturelle Gewalt, die persönliche Freiheiten und Lebenschancen einschränkt.

Frauen mit Behinderung sind laut der durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegebenen Studie zur „Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland“ noch häufiger von Gewalt betroffen.

Deshalb ist es wichtig, gegen Gewalt jeder Art vehement vorzugehen, klare Grenzen zu ziehen und Maßnahmen zum Gewaltschutz zu ergreifen. Dies muss jedoch aus einer inneren Haltung der Überzeugung und Klarheit heraus geschehen. Selbstverteidigung beginnt mit dem Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten! Wichtig hierbei: Es geht uns ausdrücklich nicht darum, die Situation mit körperlicher Aggression zu dominieren, sondern sich in diesen Situationen seiner Stärken und Schwächen bewusst zu sein und so optimal zu handeln (=Gewaltprävention).

Inhaltliche Schwerpunkte:

Prävention: TeilnehmerInnen lernen, wie sich gefährliche Situationen im privaten und öffentlichen Bereich im Vorfeld schon verhindern lassen.

Kommunikation und Körpersprache: Wahrnehmung der eigenen Gefühle und Intuition, Körpersprache (nonverbale Kommunikation, Opfersignale) und Einsatz der eigenen Stimme.

Körperliche Interventionstechniken: verschiedene Möglichkeiten zum Einsatz der eigenen Körperkräfte werden ausprobiert.

Diese Fortbildung ist speziell geeignet für alle Frauen und Mädchen im Alter von 16 bis 60 Jahren, die lernen wollen, wie sie sich in speziellen Gefahren und Bedrohungssituationen im öffentlichen und privaten Bereich schützen und sichern können.

Ziel der Fortbildung ist es, ohne körperliche Gewalt aus bedrohlichen Situationen herauszukommen. Hierzu werden theoretische Lerninhalte mit praktischen Übungen und reflektierenden Gesprächen verbunden.

 

 

 

 

 

Darüber lässt sich nicht streiten: Konflikte gehören zum Schulalltag.

Ob an Grundschulen, in den Sekundarstufen I und II oder an Berufsbildungsschulen: Das Streitschlichter-Konzept ist ideal, um Konflikte unter Mitgestaltung der Schüler schnell, effektiv und nachhaltig zu lösen. Ohne „erwachsenes Eingreifen“ klären die Jugendlichen ihre Streitigkeiten untereinander und übernehmen Verantwortung. Lediglich der Prozess der Klärung wird von ausgebildeten Schülermediatoren moderiert.

Streitschlichter haben nachweislich eine positive Auswirkung auf das Schulklima und sind ein wichtiger Bestandteil der Gewaltprävention: Sie fördern eine einheitliche Konfliktkultur und bewirken durch den partizipativen Charakter eine höhere Identifikation mit der Schule.
Die Ausbildung zum Schülerstreitschlichter hat zum Ziel, ein Konfliktklärung langfristig an einem Schulstandort zu verankern. Deshalb ist es wichtig, die gesamte Schulgemeinde ins Boot zu holen: Schulleitung, Lehrer, Schüler und Eltern.

Neben der Ausbildung für SchülerInnen bieten wir in diesem Kontext auch Fortbildungen bzw. Workshops für Lehrer an, gestalten thematische Elternabende oder moderieren Konferenzen.

Für Kinder ist die Schulgemeinschaft ein komplexer sozialer Handlungs- und Erfahrungsraum. Wo sonst können Schüler lernen, mit anderen Menschen, deren Gesellschaft sie sich nicht ausgesucht haben, respektvoll umzugehen, gemeinsam zu arbeiten und zusammenzuleben?

Durch vielfältige aktive Beteiligungs- und Mitwirkungsformen auf Klassen- und Schulebene sind SchülerInnen an der Gestaltung ihres eigenen Lernortes beteiligt: Hautnah erleben Sie die Wirksamkeit ihres eigenen Handelns und die daraus resultierende Konsequenz. Dadurch wird das Verantwortungsbewusstsein gestärkt und die Identifikation mit dem Lernort vertieft. Entsprechend entwickeln sie ein Gespür für demokratische Spielregeln und lernen Beteiligungsmöglichkeiten in der Gesellschaft kennen.

Die Vorteile einer partizipativen Schulentwicklung liegen auf der Hand- jedoch tauchen auf der anderen Seite viele Fragen auf: „Was bedeutet Partizipation für den Schulalltag?“, „Nimmt das nicht zu viel Zeit in Anspruch?“, „Wer ist beteiligt?“, „Welche partizipativen Methoden und Gestaltungsmöglichkeiten gibt es?“, „Wo fange ich an?“

Gerne vermitteln wir Ihnen die theoretischen Grundlagen einer partizipativen Schule in Fortbildungen, gestalten Workshops mit Lehrern, Schülern und deren SV, Elternvertretern oder moderieren partizipative Prozesse wie z.B. Worldcafés.

Sich mit Konflikten auseinandersetzen zu müssen, begleitet jeden Menschen ein Leben lang – schon von Kindsbeinen an.

Oftmals werden Konflikte in Kindergruppen als störend und hinderlich empfunden. In dem Wunsch nach Harmonie tendieren wir als Erwachsene Begleiter schnell dazu, diese Konflikte schnell zu beenden. Die Krux ist: genau in diesem Moment nehmen wir den Kindern die Chance, den Streit selbst zu klären.

In der kindlichen Entwicklung hat der Umgang mit Konflikten eine wichtige Funktion für die soziale und kognitive Entwicklung; das Kind lernt die Sichtweisen anderer zu verstehen, moralische Werte aufzubauen, soziales Verhalten zu zeigen und Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit zu entwickeln.

Erleben Kinder sich entsprechend ihrer individuellen Möglichkeiten als Gestalter ihres eigenen Handelns, entwickeln sie sich zu eigen- und sozialverantwortlichen Mitgliedern unserer Gesellschaft. ErzieherInnen in Tageseinrichtungen übernehmen hier die wichtige Aufgabe Kinder bei der Streitbewältigung entsprechen zu begleiten und zu unterstützen, ohne ihnen jedoch die eigene Lösungskompetenz abzusprechen.

Die Regeln der Mediation bieten hier die ideale Möglichkeit Kindern diese Kompetenzen zu vermitteln.

Gerne entwickeln wir mit Ihnen gemeinsam ein individuelles Konzept, wie Mediation in Ihrer Einrichtung gestaltet und umgesetzt werden kann. Systemisch richtet sich dieses Konzept an alle Beteiligungsebenen: Fortbildung für Erzieher; Informationsveranstaltungen für Eltern; Angebote für Kinder